Dienstag, 23. August 2016

23.08.16 Vienna Calling! Sechs Tage Wien



Gestern sind wir von unserer veganen Wientour zurückgekehrt; hier meine vielen Eindrücke!

Vienna Calling! Falco 

Die Reiseratte war wie immer dabei.


Genächtigt haben wir im Hotel Starlight Suiten in der Renngasse 13 im ersten Bezirk. Das Frühstück und die anderen Mahlzeiten haben wir aushäusig eingenommen; wir haben Wiens vegane Seite erforscht.


Bewegt haben wir uns in Wien mit dem Wochenticket der Wiener Linien für 16,20 Euro. Das gilt in der Kernzone und ist sogar übertragbar. Die Bahnen fahren in sehr häufigem Takt; Wien besitzt ein perfektes U-Bahnsystem. Kann ich Euch nur empfehlen.

Orientiert haben wir uns an dem kleinen Büchlein Vegan in Wien vom Holzbaumverlag. Es kostet 9,99 Euro und wird regelmäßig aktualisiert.




Unbedingt darauf verlassen kann man sich natürlich nicht, dafür ändert sich zu häufig was in der Gastroszene; aber es bietet diverse Anregungen und viele Adressen.

Bio Bar von Antun


Unsere Antipasti-Platte




Mein veganer Gulasch mit Kartoffeln


Der 'Zwiebelrostbraten' vom Mann mit Beilagen


Der Schanigarten im Dunklen



Gegenüber ist uns dieses hübsche RAW-Cafe aufgefallen.



Ich kann mich an den wunderhübschen Gebäuden nie satt sehen. Egal in welche Richtung du dich drehst; überall ist ein Gebäude schöner und pompöser als das andere.




Auch das Eislokal Heiling fiel uns unvermutet vor die Füße; u. a. haben sie vegane Eissorten. Es gibt mehrere Filialen in Wien. Ausprobiert haben wir es nicht. Wir haben eh schon endlos gegessen, ging nicht alles, was gegangen wäre. (Wenn man mich jetzt noch versteht.)


An einem Morgen wollten wir ursprünglich auf Empfehlung des Veganführers in dem Lokal 'Cuchina' frühstücken. Leider hatte es die Öffnungszeiten geändert, so dass wir in der Nähe das Lokal 'Nelke' aufsuchten. (Am anderen Morgen sind wir erneut zum Cuchina gegangen; aber dort gab es wider Erwarten nichts Veganes zum Frühstück und die Bedienung war nicht so freundlich wie in anderen Wiener Lokalen, sie hat auf meine Anmerkung, dass wir Veganer sind und das vegetarische Angebot nicht in Anspruch nehmen können, nichts erwidert; sie hat mich einfach so stehen lassen. Was macht man da. Wir tranken einen kleinen Kaffee und gingen wieder. Dieses Lokal kann ich Euch somit nicht empfehlen. Das war aber auch unser einziger Reinfall in Wien.)

Nebenan gab es was ganz Hübsches, aber das hatte leider Sommerpause und war geschlossen; wie übrigens diverse andere Lokalitäten mit veganen Möglichkeiten. Dort wären wir besser aufgehoben gewesen: die NomNom Bakery . Ist das nicht süß!


So, auf zur Nelke! Die Nelke, das Cafe am Markt und ebenfalls im zweiten Bezirk, also Leopoldstadt, hat uns besonders gut gefallen. Das Frühstück war für mich persönlich zum Reinknien.
Es stand nicht auf der Karte; aber wir wurden gut beraten und man hat das 'Pikante Frühstück' für uns veganisiert. Frischgepresste Säfte, Guacamole, kalte Paprika, Tomaten, Fladenbrote und eine traumhafte Konfitüre. Sowas von toll, was fürs Auge und mega lecker!




Das Mobiliar ist nett zusammengewürfelt; locker, bunt und fröhlich. Die Nelke hat Persönlichkeit.


Karlskirche


Ankeruhr



Nun kommen wir zum Zusammentreffen mit meiner Freundin Almut aus dem Burgenland. Almut ist meine allertreueste Blogleserin und mit großem Abstand die fleißigste Kommentatorin. Online 'kennen' wir uns seit drei Jahren; nun beschlossen wir, dass wir uns unbedingt persönlich kennenlernen sollten, so ist der Wienbesuch entstanden. Ein Glücksfall für uns, dass wir eine Freundin haben, die auch Veganerin ist und Wien gut kennt und liebt.


Erster Kontaktpunkt war der Naschmarkt; denn dort gibt es Dr. Falafel, der laut Almut die besten Falafel in Österreich macht.
Was ich nach einem Test bestätige - also zumindest, dass die Falafel spektakulär gut waren, das soll was heißen, denn ich mag Falafel im Gegensatz zum Mann eher weniger, da mir häufig zu trocken. Die nicht. Die sind saftig und gut.


Hier, rechts, unsere Almut; wunderbare Veganführerin, feinster und liebster Mensch!








Das Fett & Zucker, ein klitzekleines, liebevolles Lokal mit Herz, auch zweiter Bezirk.

Kaffee und Torte für uns (süß, lecker, mächtig) und einen Hopfenauflauf für unseren Herrn im Bunde.






Das Harvest, ein fast rein veganes Lokal.
Auch im zweiten Bezirk gelegen.


Das ist mein Bio Bergkräuter-Eistee mit Minze-Holler.


Linsensalat


Tartar, Kapernbeeren


Frühstück im "Frühstück und Mittag bei mir", das ist ein vegetarisches Bistro mit veganen Optionen, hier in Gestalt eines Reisbreis mit Erdbeeren. Schmeckte sehr gut, sagte der Mann.


Der Stadtplan ist immer dabei. Männersache. Ich verlaufe mich mit Plan. Nichts zu machen.




Die Besitzer waren ausgesprochen nett und freundlich. Ich empfehle, vorher besser anzurufen, ob gerade was Veganes vorhanden ist; die Speisen wechseln täglich.




Dieses Restaurant sahen wir im Vorbeigehen, die Karte sah vielversprechend aus, da geht vegan was!
Es hat einen netten Schanigarten; ich denke, dort und auch drinnen sitzt man gut.


In Wien machen sogar die Litfaßsäulen was her!










Pause im "Leopold am Wasser", Museumsplatz 1, Stadtteil Neubau, siebter Bezirk. Neben dem Museum Leopold. Hier gab es auch vegane Optionen; aber wir haben nur etwas getrunken. Bier, Radler und so. :-)




So, nun kommt ein veganes Wiener Highlight. Ein ganz besonders helles Highlight; das Eiscafe Veganista im siebten Bezirk. Es wurde vor Kurzem von den Österreichern zu einem von fünf der beliebtesten Eiscafes in Österreich gewählt.

Veganista machte mir seit Monaten auf Facebook den Mund wässrig mit immer ständig neuen, unglaublichen Eiskreationen. Die sind verwegen und wahnsinnig, ich sags Euch! Wahnsinnig gut natürlich.

Wir waren zweimal dort, immer gut zu tun!







Ein Must, das Veganista.

Das hier ist der Shop von Dancing Shiva Superfoods - Bio Raw Vegan


Dort habe ich eine Alepposeife mit Weihrauch erstanden.
Sehr viel gute Energie hier, so viel zu gucken und zu bewundern. Hier kann man das Auge gut weiden lassen.
Im Gastraum selbst ist es auch sehr schön. Und einen hübschen Schanigarten hat es noch im Hinterhof.



Wieder ein Highlight, das vegane Restaurant Swing Kitchen im siebten und auch im vierten Bezirk. In der Tüte ist ein dicker toller Burger für mich, zum Mitnehmen.
Das Plastikbecherchen ist kein Plastik, ätsch. Das ist nämlich plastikfrei. Wie das geht, weiß ich nicht, ist aber so. Wissen wir das auch schon. Und bewundern die Nachhaltigkeit.


Hier ein Wrap für den Mann.


Kein Wienbesuch ohne den Prater!




Habe ich schon erwähnt, wie sauber Wien ist? Ich wüsste nicht, dass ich je eine solch saubere, ordentliche Stadt gesehen hätte. Alle paar Meter ist ein Mülleimer. Fabelhaft!


Unverhofft trafen wir ganz in der Nähe unseres Hotels im ersten Bezirk auf das vegane Lokal "I love Veggie Burger". Wir waren längst satt und im Hotel wartete mein Burger im Kühlschrank auf mich, aber hier konnten wir unmöglich vorbeigehen ohne etwas zu bestellen. Zumal die Bedienung sehr herzlich war und die Karte vielversprechend.
Für mich gab es veganen Topfen, für ihn einen Burger, zusammen mit Home Fries.




 Getrunken habe ich Cucumis, das ist ein Erfrischungsgetränk auf Gurkenbasis. War fantastisch; ich werde versuchen, es daheim zu bekommen. Kommt wohl aus Hamburg. 
Er wählte Freibier, musste es aber trotzdem bezahlen. Komisch, oder?


 Ich kann nicht beschreiben, wie lecker die Home Fries waren, unbeschreiblich. Sie sahen auf den ersten Blick aus wie Kartoffelchips, waren aber viel dicker. Außen zart knusprig, leicht gesalzen, innen wie Fritten. Geil, echt! Ich liebe Kartoffeln, was man alles daraus machen kann.
Weil die so gut waren, habe ich fast alle aufgegessen, dabei gehörten die mir gar nicht. Wir sagen es keinem.


Am anderen Morgen geht es spektakulär lecker und bunt weiter; ein weiteres Highlight wirft seine Schatten voraus. Ein Ort, der nach einem schreit, wenn man Schönheit mag, Farben und viel gutes Essen. Dazu kommt eine ausgesucht und formvollendete Höflich- und Freundlichkeit des Personals. Das perfekte Restaurant.
Das Ganze hat einen wunderschönen Namen: Yamm!
Nun kommen ganz viele schöne bunte Bilder!

Das Yamm! ist ein vegetarisches Restaurant; es hat aber sehr viele richtig tolle vegane Optionen. Die veganen Gerichte sind mit einem grünen Punkt gekennzeichnet. Teils gibt es das Essen in Buffetform, teils wird es bestellt und an den Tisch gebracht. Man kommt aber schnell klar.

Wir suchten das Yamm! zum Frühstück auf; zweimal. Weils so gut ist.






















Die Mädels und ihr Lieblingskellner! Das ist der netteste von Wien. Wir haben ihn gefunden! Yeah!




 Nicht alles ist vegan, aber viel! Genug! :-) Mehr, als wir essen konnten.



Draußen war ein Baugerüst, und an diesem hüpfte zu meinem Entzücken eine Heuschrecke (oder war es ein Heupferd?). Ganz großes Tier. Es kam locker auf ca. 5cm. Ich war glücklich. Der Veganer in mir frohlockte.


Ist der nicht süß? Der sieht aus als würde er sagen: "Na Susi, altes Mädchen, alles im Lack?" (Ich würde antworten: "Na klar, ich bin in Wien, das geht sich aus! Magst eine Palatschinke?")


Ich komme später noch mal auf das Yamm! zurück mit weiteren Bildern.

Votivkirche



Die Donauinsel




Die 'Sansibar' 

Gepflegt chillen mit einem kühlen Getränk. Ich hatte was Süßes mit Saft und Kokos, ohne Alkohol.


Schuhe aus, Füße in den Sand bohren, Loungemusik hören, chillen. Urlaub.





Schwan da,


 Schwan weg:




Wieder Fett und Zucker, heute mal die Innenansicht:




... und noch mal das Eis von Veganista, das violette ist Lavendeleis. Ein Traum.


Am letzten Tag sind wir mit dem Zug zu Almut ins Burgenland gefahren. Da waren wir noch nie.

Die Gloriette oberhalb von Eisenstadt.





Das Restaurant Giuseppe in Purbach. Glücklicherweise gibt es hier mehrere vegane Gerichte. Und die können sich sehen lassen:


Meine Pizza, mit veganem Käse


Vegane Spareribs




Neusiedlersee, Rust




Mozart Susi im Wasser 


Einer von vielen Störchen, die in Rust leben


Ein wunderschöner Heuriger


Endlich lernte ich Almuts Hund Bärli kennen. Bärli ist ein alter lieber Junge; und ein ziemlich großer dazu. Ungefähr gleiche Gewichtsklasse wie ich. Wir zwei haben uns gleich vertraut gemacht. Liebe auf den ersten Blick. Küsschen bekam ich auch.






Leider musste ich Bärli in Eisenstadt zurücklassen. Schade aber verständlich. Ach. Hach.

Abreisetag! 

Noch einmal frühstücken im Yamm!












Ein letztes Mal die Schönheiten Wiens aufsaugen:




Hofreitschule








Michaelerkirche










Gemüse und Co. im Flughafen Schwechat; hier bei Julius Meinl:


Unsere wunderschöne vegane Wienreise ist vorbei. Nun sitze ich wieder in Bonn auf meinem Stühlchen und begucke wehmütig meine kleinen Wienmitbringsel, Manner (muss), Manner Bio-Wienbeutel, Kaffeegewürz und Wongs Reisgewürz von Sonnentor, Bio-Blütenmix vom Naschmarkt, meine Alepposeife mit Weihrauch. Und mein kleines Mannerfeuerzeug. Und eine Sesamnougatschnitte, hat mir Almut zusammen mit dem Kaffeegewürz geschenkt.



Was soll ich sagen, Wien war und ist ein Traum. Ein veganer Hotspot. Den habe ich erobert zusammen mit dem Mann und mit Almut; die besten Reise- und Weggefährten, die man sich nur wünschen kann.