Sonntag, 17. September 2017

17.09.17 Wieder daheim

Auch die schönste Reise endet leider. Die Rückfahrt zog und zog sich, Stau über Stau. Aber das Wetter war gut und die Ausblicke teils spektakulär. 



Diese Region hier kennen wir gut, wir haben in Werfenweng mal Urlaub gemacht. Das war 2004. Übrigens der allerschönste Urlaub meines Lebens. Nummer 1 auf meiner Top Ten.



Zwischen obiger Aufnahme und dem unten angeführten Foto vom Chiemsee habe ich an der Grenze Salzburg gesehen, dass Grenzpolizisten einen schwarzen Mann festhielten. Ich weiß, dass die Grenzer nach versteckten Flüchtlingen suchen. Im ersten Schreck dachte ich, dass die einen von den armen Kerlen am Wickel haben. Ich war schon besorgt, wie die mit dem Mann umgehen. Haben die den etwa brutal aus einem Wagen gezerrt?

Aber als ich genau auf der Höhe der kleinen Gruppe war, sah ich, dass es keineswegs eine Festnahme oder Ähnliches war. Die Grenzer hatten einen lachenden Roberto Blanco im Arm und Fotos gemacht. Das war wie eine Fata Morgana. Gestern habe ich nachgeforscht und entdeckt, dass Roberto Blanco gestern beim Oktoberfest in München aufgetreten ist. Das passt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendein Mensch auf der Welt exakt aussieht wie Herr Blanco. Der ist so unverwechselbar. Es fuhr fömlich durch mich durch, als ich ihn erkannte.

Der Mann wollte noch anhalten und sagte: "Wie schade!". Was für'n (veganer) Quark; ich würde doch nie im Leben aussteigen und mich dazustellen und Bilder machen oder sowas. Um Gottes Willen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Herr Blanco scharf darauf wäre. Promis wollen sicherlich einfach nur ihre Ruhe. Was wollen die mit mir. Never ever würde ich einen Promi ansprechen.
(Oder doch. Eine Ausnahme gibt es; würde ich Rammstein sehen, dann würde ich auf die zugehen und denen sagen, dass ich sie über alles liebe und vergöttere. Und dann würde ich mich steifmachen, umfallen und sterben. Mit einem Lächeln auf den Lippen. Mein letztes Wort wäre Mutter.) 

Ja. Das war mein klitzekleines Abenteuer.


Auf der langen Fahrt (12 Stunden) haben wir uns mit Broten aus dem Loving Hut, Obst und drei Portionen Sommerrollen mit Erdnusssoße - im Tupperdöschen - versorgt. Hier ein Bild der Sommerrollen in ihrem natürlichen Habitat, dem Loving Hut - Restaurant.
Die fand ich überhaupt klasse, die Sommerrollen. Außerdem hatten wir noch Erdnusstorte vom Loving Hut dabei, die haben wir abends um 22.00 Uhr noch gegessen.



Am Morgen nach der Ankunft stand gottseidank wieder mein geliebter Nachbarskater Che Guevara auf der Hausmatte. Wie wir von Nachbarn erfuhren, saß er auf unserem Grundstück auf unserem Tisch und hat jämmerlich miaut. Aber nun ist alles gut. Wir, seine Lieblingsnachbarn (oder liebt der kleine Kerl etwa doch nur unsere Wohnung??), sind wieder da und der Chefsessel wartet nur darauf, von ihm in Beschlag genommen zu werden. 


Abgesehen von riesigen Wäschenbergen, die es zu bezwingen gilt, muss ich wieder selbst kochen.

Da ich im Österreichurlaub die ganz ordinäre, gemeine Salzkartoffel vermisst habe, kamen die sofort zum Einsatz. Zusammen mit Möhren-Paprika-Gemüse aus der Pfanne, mit Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch, Kokosöl, Sonnenblumenkernen und Sesam. Und mit Tempeh. Dazu eine scharfe Thai-Curry-Soße (aus der Tube).


Heute hatten wir nur Fertiggerichte; der Mann musste weg.

Das ist das Kichererbsen-Masala von Aldi. Das aß er.


Ich nahm meinen absoluten Favoriten, das Pilz-Ragout mit Gerstenrisotto von Lidl. Ich liebe das so sehr. Diese Firma, die das macht, sollte einen Orden bekommen. Ich glaube, ich schreibe denen heute mal, dass ich das Produkt großartig finde.


Melone zum Nachtisch.


So liebe LeserInnen, mehr habe ich nicht zu erzählen. Ich widme mich nun wieder der gewaschenen Wäsche und gucke, was in der nächsten Zeit noch so auf mich wartet. Vermutlich noch viel mehr Wäsche. Oh nee, ich will nicht mehr.

Es bleibt spannend.
Bleibt dran und bleibt mir gewogen!

Einen schönen, goldenen Spätsommer und Herbst wünscht Euch Susi


P.S. Roberto Blanco ist 80 Jahre alt. Hättet Ihr das gedacht? Ich bin mir sicher, der hat das Oktoberfest noch tüchtig gerockt und in ein Feuchtbiotop verwandelt. 


Freitag, 15. September 2017

14.09.17 Österreich, Klopeiner See, Pension Loving Hut, Teil 3

Das ist Teil 3 unseres Österreichurlaubs am Klopeiner See in Sankt Kanzian; Südkärnten. Wir wohnten in der rein veganen Pension Loving Hut. Die ich sehr empfehlen kann. Durch und durch liebes, sehr freundliches Personal und alles ist da, was das vegane Herz begehrt. Hier bemühen sich alle sehr um das vegane Wohl der Gäste.



Hier habe ich Teil 1 verlinkt und hier Teil 2.

Ursprünglich dachte ich, nach Teil 1 und Teil 2 kommt nichts mehr. Aber oh Wunder, es wurde doch wieder trocken und sonnig. Mit Temperaturen bis 20 Grad.
Das schrie förmlich nach einer weiteren Wanderung.
Zudem wollte ich Euch noch das Frühstück im Loving Hut genauer zeigen.

Unten seht Ihr das Tagesangebot im Loving Hut; es war eine Platte mit gebratenem Tofu und drei Sorten Pilzen.


Am anderen Tag wurde es wie erwähnt trocken und sonnig; wir haben sofort unsere Wanderschuhe geschnürt, die Stöckchen gesattelt und sind los. Das war eine 15 Kilometer-Wanderung. Für eine Couchpotato bin ich wohl ganz schön fit. Ich kann nicht aufhören, mich darüber zu wundern. Und zu freuen.

Ich liebe es, durch Wälder, Täler, über Berge und durch Dörfer zu marschieren und ständig, wirklich ständig, zu sagen: "Ist das nicht schön hier!"
Es ist noch tausendmal schöner, als ich es überhaupt mit der Handykamera abbilden kann.

Die Natur sieht man auf Fotos, eingeschränkt. Aber man spürt nicht den Wind, die Sonne, riecht nicht den Duft der Wiesen, Felder, Wälder; fühlt nicht den leichten Sommerregen auf der Haut. Die erfrischende Kühle des Wassers beim Zeheintauchen. 





Abhänge gab es auch. Das Winzige da unten in blau bin ich. Dabei lief ich nur wenige Meter voraus. Steil wie Hulle.



Das Örtchen Stein im Jauntal:



Kath. Pfarrkirche Sankt Lorenz (die auf dem Hügel)



Interessante Malerei mit dem Hinweis: Memento mori (frei übersetzt: bedenke deine Sterblichkeit).


Auf dem Weg nach oben befindet sich ein Kreuzweg. Die vierzehn Stationen wurden von vierzehn verschiedenen Kärntner Künstlern gestaltet.





Der Wendepunkt unserer Wanderung, die Drau. Leider durch die langanhaltenden Regenfälle etwas schmutzig. 



Mit diesen etwas über 15 Kilometern haben wir fast 90 Wanderkilometer voll! Das lässt sich doch hören.

Auf diesem langen Weg ist mir mal wieder bewusst geworden, wie sehr sich die Wahrnehmung des Mannes von meiner unterscheidet.
Wir haben uns darüber unterhalten; ich sah unten angeführtes 'Gebäude' und sagte: "Unheimlich." Er fand es völlig harmlos. Komisch.  

Das sah er:


Das nahm ich wahr:


 Der Kleinsee:


Zurück am Klopeiner See:


Das Frühstücksbuffet im Loving Hut:








Der letzte Tag in Österreich. Die folgenden Seebilder sind alle auf dem Loving Hut - Gelände entstanden; am hauseigenen Badestrand (mit einem Häuschen für Toiletten, Umkleide und den Liegen) und mit dem sehr langen Badesteg:



Die Stand up - Paddelbretter sind auszuleihen (gegen Gebühr).


 Am Anfang der Badesteges wachsen noch Seerosen.



Das Wasser des Klopeiner Sees hat eine wahnsinnig schöne, helltürkise Farbe. Also hat er natürlich nicht, der ist klar und farblos. Aber sieht so aus. Habe ich schon gesagt, dass ich so viel Schönheit nicht aushalten kann und wahnsinnig werde? Ich werde irre, wie kann es so einen wunderschönen See geben? Ich werde wiederkommen. Muss. Oder ich ziehe hier hin. Ich liebe diesen See und sein ganzes Drum und Dran.






Ich habe es noch mal mit dem Schwimmen versucht; anfangs war es sehr sonnig bei 20 Grad (Wasser 22 Grad!). Aber dann kamen die dunklen Wolken doch wieder um die Ecke, zudem ganz viel Wind und das Wasser wurde ganz wild, sieht man ja. Ich gestehe, mehr als meine Waden haben es dieses Mal nicht bis ins Wasser geschafft, durch den Wind war mir zu kalt. Schade, das wäre die letzte Gelegenheit gewesen. Aber ich komme wieder. Wie gesagt.


Das hier ist ein Teil der sehr gepflegten Seepromende. Auch hier gibt es Farblichtkunstwerke:


In diesem hübschen Hotelrestaurant namens 'Seewirt', ca. 200 Meter vom Loving Hut entfernt, haben wir wunderbar vegan zu Mittag gegessen. Die Karte enthielt einen veganen Snack (Tofu, Hummus und Grissini) und ein Hauptgericht, vegane Kärntner Käsenudeln. Ich hätte das Restaurant zu Boden knuddeln mögen.


Der Salat zur Selbstbedienung war inkludiert:


Schön, oder! War sehr lecker. Die Bedienung war ausgesprochen freundlich und auch lustig!  Ein tolles Hotel mit großartiger Lage. Ein Kleinod.


Essen mit Blick auf die Promenade und auf den See. Wir haben den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Das können wir gut. Ich glaube, er (oder sie?) freut sich, wenn wir uns freuen.


Das letzte Abendmahl im Loving Hut: Tagliatelle im Glück!



So, das war es aber jetzt von unserem Urlaub. Endgültig. Es kommt nicht 'noch ein Gedicht'.

Fahrt auch zum Klopeiner See ins Loving Hut und werdet (bleibt/seid) froh! Es ist wundervoll. Loving Hut wundervoll, Klopeiner See wundervoll, Kärnten wundervoll, Österreich wundervoll. Mann wundervoll. Er hat diverse Bilder zu dieser dreiteiligen Urlaubsdokumentation beigesteuert. Lange schallt's im Walde noch - Salamander der Mann er lebe hoch!