Freitag, 24. November 2017

24.11.2017 Vegan frühstücken mit Freunden im Cafè Sahneweiß, Bonn

Wir treffen uns seit Jahrzehnten mit lieben Freunden zum Frühstück, mehrmals im Jahr, wenn es klappt. (Dieses Jahr sind wir zu oft verreist, leider.) Seit wir vegan leben, gestaltet sich das etwas schwierig: wir sind Veganer, sie sind Omnis.
Zeitweise waren wir gut untergekommen in einem Café in Bonn namens Kurzlebig. Das war perfekt für uns alle. Leider endete der Mietvertrag aufgrund einer anstehenden Sanierung für den gesamten, riesigen Gebäudekomplex. Das Kurzlebig musste raus und wir hatten Hängen im Schacht; ich war kreuzunglücklich. (Übrigens klar, dass das Gebäude immer noch steht, oder! Vermutlich wird das noch Jahre leerstehen.)

Ausgehen für alle Lebensstile ist in Bonn soweit kein Problem, aber Frühstück ist schwierig, wenn es denn die Kombi Vegan und Omni sein soll.

Nun haben wir das Bonner Café Sahneweiß ausgiebig auf Herz und Nieren getestet und sind sehr angetan. Sowohl für uns als auch für die Freunde. (Das Café hat übrigens auch immer vegane Torten im Angebot; und die sind echt super! Hatte ich früher schon mal getestet.)

Der Mann und ich bestellten den Veganteller Sahneweiß für 12,90 Euro (ohne Getränke) und die Freunde ihre Omni-Sachen.

Ist das nicht wunderschön, was uns da gereicht wurde? Das kleine Tellerchen mit den winzigen Schüsselchen war für uns beide, das haben wir uns geteilt.

Alles meins! Und alle Verfressenen so: yeah, yeah, yeah! Auf 8:00 Uhr befinden sich kleine, vegane Rostbratwürstchen.


Das unten ist seins und das Tellerchen links zum Teilen. Mit veganen Aufstrichen, Marmelade und so.


Das Café Sahneweiß hatte an diesem Tag erstmalig die Weihnachtsdeko angebracht. Das ist so hübsch, das Café. Die Fenster haben schon fast etwas Sakrales.


Meine Morgen-Latte. Mit Sojamilch; selbstredend.



Das Sahneweiß liegt sehr zentral, wenige Gehminuten vom Zentralen Omnibusbahn bzw. Hbf  Bonn entfernt.



Beim unten angefügten Bild handelt es sich um eines meiner Lieblingsessen, Sauerkraut mit Kartoffelpüree. Durcheinander, nicht separat.
Dieses Mal mit Meetlyke, Kassler und überbacken mit Simply, veganer Schmelzgenuss.




Ferner gab es in den letzten Tagen die Fanpizza von Lidl (auch hier überbacken mit Simply) - beste wo gibt - und gestern eine kräftige Gemüsesuppe mit allem. Einschließlich den Winzi Weenies von Wheaty.



Das waren die aktuellen Wasserstandsmeldungen aus Bonn. 

Weiterhin schöne Weihnachtszeit!

Ich bekam die Tage einen ersten Vorboten; ein Solarlämpchen. :-)




Bitte bedenkt, dass der Blog vom Netz geht! Rettet, was Ihr retten wollt! Klickmichan! 

Samstag, 18. November 2017

18.11.2017 Der Blog Blaubehimmelt hört auf

Ja, liebe Leserinnen und Leser, Blaubehimmelt gibt es seit fünf Jahren.
Fünf Jahre, in denen ich alles, was ich für relevant, erzählenswert und vegan hielt, mit Euch sehr gerne geteilt habe.
Nun ist es an der Zeit, den Blog loszulassen. Alles hat seine Zeit. Es waren gute fünf Jahre, ich denke in Zuneigung und Dankbarkeit an alle meine LeserInnen und Eure zahlreichen lieben Feedbacks zurück. Das waren schöne Zeiten!





Zum Jahresende werde ich mich noch ein letztes Mal melden. Dann lasse ich den Blog, so wie er ist, bis Ablauf Februar stehen, falls einer von Euch noch irgendeines meiner Rezepte retten möchte. Und dann nehme ich ihn komplett aus dem Netz. Ab 1. März 2018 gehe ich offline. Auch Blaubehimmelt auf Facebook wird es dann nicht mehr geben.

Bei uns wird wieder mehr der Alltag einkehren, wir werden nicht mehr so viel reisen wie in den letzten beiden Jahren.
Nur einige wenige Reisen stehen an; zum Beispiel gehen wir in 2018 einen Teil des Jakobsweges. Und zwar von der Haustür ab (Bonn); dann über die Eifel nach Trier bis nach Schengen. Später nehmen wir dann die nächsten Etappen in Angriff; bis wir irgendwann in Santiago de Compostella sind.

Ich möchte mich wieder mehr auf meine Familie und Freunde konzentrieren, auf die Wohnung und ich möchte wieder viele Kräuter anpflanzen. Wenn man viel reist und ständig unterwegs ist, fällt viel hinten runter.
Im Grunde ist nichts wichtiger im Leben als Beziehungen. Liebe und Beziehungen.

Vor allem wird in mir der Wunsch, wieder einen Hund zu mir zu nehmen, täglich größer. Wir wollten nach Dinas Tod keinen Hund mehr. Unsere Herzen sind immer noch gebrochen. Nach fast zwei Jahren noch.
Aber eigentlich vergeht kein Tag, an dem ich nicht an einen neuen Freund denke. Viele Reisen unternehmen macht Spaß; keine Frage. Aber wirklich glücklich macht mich nur ein Hundekumpel.

Vor meinem geistigen Auge schwebt wieder einer der armen, alten Tierschutzhunde. Ich glaube, dass ein Seniorhund, wie es auch unsere Dina war, sehr gut zu uns passt. Wir sind auch in die Jahre gekommen. Irgendein ruhiges, liebes, gerne ängstliches oder krankes Tier, von mir aus auch mit Handikap.
Meinen Hund werde ich finden, wenn es so weit ist. Man findet sich immer.

Ich muss hier im Hause noch etwas Überzeugungsarbeit leisten. Wenn Ihr versteht.

Klar, mit einem Hund bindet man sich wieder. Weite Reisen, Flugreisen, sind dann nicht mehr möglich. Für uns jedenfalls nicht. Oder nur einer fliegt. Auch die Spontaneität bleibt dann häufig auf der Strecke. Aber das nehme ich alles gerne in Kauf. Ich bin ein Hundemensch durch und durch; ich kann nicht anders.

Vegan bleiben der Mann und ich auch, keine Frage. Aber ich habe nichts Neues zu berichten, keine Erfindungen sprich Rezepte mehr; es wiederholt sich alles nur immer wieder. Der Blog hatte seine Zeit; jetzt kommt was anderes.

Hier noch ein paar Bilder unserer Gerichte der letzten Tage. Ich bin sehr froh, dass ich wieder alle meine Lieblingslebensmittel um mich versammelt habe.
Bei Alles-vegetarisch habe ich gleich nach Heimkommen aus der Dom Rep eine Großbestellung aufgegeben.

Ich liebe das, wenn so ein Paket ankommt. Das war eine Lieferung für über 90 Euro; aber nun sind wir bestens versorgt.


Dabei war ein Werbezettel der BKK Pro Vita; wusstet Ihr, dass es eine Krankenkasse gibt, die die vegane Lebensweise honoriert? Das finde ich megacool!
Kommt für mich allerdings nicht infrage, ich bin privatversichert; aber vielleicht spricht es ja einen von Euch an.


Das waren Gnocchi mit Linsenbolognese.
Die war so klasse. Mit roten Linsen, viel Knoblauch, Zwiebeln, Räuchertofu, Rotwein, Tomatenstücken aus der Dose, Tomatenmark. Mit scharfen Chilis aus der Dom Rep.


Für die Reste der sättigenden Linsenbolognese habe ich am anderen Tag noch weizenfreie Pasta gekocht. Hier mit Walnussparmesello. (Ein paar Walnüsse anbraten, etwas Salz und einen Löffel Hefeflocken hinzufügen; kurz schreddern. Geil. Geht auch mit Cashews oder Mandeln oder Paranüssen oder so.)


Abendbrot. Avocadobrote; werde ich nie leid. Mit meiner Mayonnaise.


Fake-Heringsstipp mit Pellkartoffeln 


Gestern Mittag war mir nach einer Selleriesuppe. Mir fehlte der Sojajoghurt; aber ging auch so.


Das ist der Tex-Mex-Eintopf nach J. Eckmeier. Den hatten wir gestern Abend. Auch hier sind die scharfen Chilischoten aus der Dom Rep drin. So ein Eintopf - Chili - verträgt viel Fumm.
Eine Hälfte werde ich einfrieren. Für schlechte oder kochunlustige Zeiten.


Heute werden wir Reste essen. Wir haben noch Pasta, noch Fake-Heringsstipp und auch noch Selleriesuppe.

Wisst Ihr eigentlich, dass ich noch immer täglich meine Gerichte fotografiere? Dabei stelle ich meine Bilder nur noch höchst selten irgendwo ein. Ich hoffe, ich kann das wirklich mal lassen, wenn der Blog tot ist. Das artet schon in eine Zwangshandlung aus. Ich möchte mal vor einem tollen Teller sitzen und mich einfach nur an seinem Duft und an seinem Aussehen erfreuen ohne mein Smartphone zu zücken. Es ist ja schon so, dass ich denke: wenn ich es nicht fotografiert habe, existiert es nicht. Nee nee, gesund ist das nicht.


Der Mann blieb auch nicht untätig; er hat seine legendäre "Bohnensuppe" angesetzt. Rosinen, Kandis und Rum. Der unüberhörbare Ruf meiner Familie hat ihn erreicht und wachgerüttelt. Die können nicht ohne seine Bohnensuppe. Die packen das auf ihr Eis und so. Auch im Obstsalat machen sich die Rumrosinen gut. Oder im Kuchen.


Die brauchen nun ein paar Wochen, bis der Kandis sich aufgelöst hat und die Rosinen dicker und dicker geworden sind; vollgesogen mit süßem Rum. Dann kommt noch ein hübsches Etikett drauf; dann können sie ihre Reise antreten.



Ich melde mich zum Jahresende noch mal bei Euch. Bis dahin; bleibt gesund, genießt die Weihnachtszeit und bleibt fröhlich!




Samstag, 11. November 2017

11.11.2017 Zwei herrliche Wochen in der Karibik, Punta Cana, Teil 2

Das ist Teil 2 meines Urlaubsberichtes meiner Zeit in der Dominikanischen Republik, in Punta Cana.



Hier habe ich den ersten Teil abgelegt: Teil 1





Wieder Ausflugtag; dieses Mal ging es zur schönsten Insel in der Dom Rep, zur Isla Saona.

Start ist wieder der Hafen von Bayahibe, erst ein kleines Boot, dann Umstieg in einen Segelkatamaran:



Die Crew tanzt für uns:


Ich gucke und bin fasziniert.


Badestopp vor der Isla Saona. Wir befinden uns im karibischen Meer. Bei dem Meer direkt vor unserem Hotel handelt es sich um den Nordatlantik. Klingt kalt, ist es aber nicht. Genauso warm wie das karibische Meer.

Aber das karibische Meer ist klarer und voller Fische und anderem Getier.
Und mit so einem Tier:


Oder doch eher so einem. Wir haben den Seestern nicht aus dem Wasser gehoben, der bekäme keine Luft. So hat ihm das kurze Anheben nichts getan. Wir haben ihn auch wieder ordentlich auf den Meeresboden abgesetzt.



Saona liegt vor uns:
















Und der nächste Ausflug wirft seine Schatten voraus. Dieses Mal ging es in den Naturschutzpark Los Haitises. Durch Mangrovenwälder, zu Höhlen und Felsformationen. An einem unberührten 'Piratenstrand' gab es Barbecue und Baden in natürlichen Gewässern, danach konnten wir an Bord eines Piratenseglers chillen und vom Boot in ruhiges Wasser springen. Mit Poolnudel und Drink. Wir sind schließlich in der Dom Rep!

Aber zuerst ist da diese Kuhherde auf der Fahrbahn. Geduld, Geduld!


An Dörfchen und einer Stadt vorbei mit den typischen Straßenbildern:


Die Dominikaner sind verrückt nach Lotterien. Sie spielen täglich zwei mal, um kleinere Einsätze bzw. Gewinne. Alle paar Meter kommt eine Lotteriestelle:





Auf dem Boden trocknen Kakaobohnen vor sich hin. Nach dem Trocknen werden sie geröstet und dann gestampft. Dann gerieben = Kakaopulver.



Hier trocknet auch was; Reis! Nach dem Trocknen wird der Reis zu einer Fabrik gebracht, die ihn schält.


 Die Anlegestelle für die kleinen Boote, die uns durch die Mangrovenwälder kutschieren:








Die Pfähle, auf denen die Pelikane hocken, wurden nicht eigens für sie aufgestellt, wie man denken könnte. Es sind letzte Relikte einer ehemaligen Bananen-Zug-Trasse.



Der Piratenstrand wartet nur auf uns. Kein Mensch ist sonst vor Ort.


Da ist sie wieder, die Kokosnuss. Das Getränk, welches seinen Becher gleich mitbringt.


Seht Ihr hinten die Hängematten? Ha!






Matratzen zum Chillen. Sie warten auf uns auf dem Piratenschiff.


Ein Reisfeld:


Typisch dominikanisch; mit nichts was am Kleid. Hier transportieren zwei verwegene Haudegen eine lange Bambusstange.
Das Motorrad ist das Transportmittel schlechthin in der Dom Rep. Damit wird alles transportiert. Die Mutti (oder auch zwei oder drei gleichzeitig), Hausrat, Waren zum Verkauf - ab Motorrad versteht sich - Bauschutt, Palmenzeugs, alles. Natürlich trägt man keinen Helm, Licht hat es meistens auch nicht, Schilder fehlen und unter Rumeinfluss kann man besonders gut fahren.
Es geht alles!



Ein paar Strandtage am Hotel:

Der Bruder hat Katamaranunterricht genommen (30 Minuten). Er hat sich äußerst geschickt angestellt, die Jungs vom Bötchenverleih nannten ihn ab da nur noch el capitan.


Über ihm fliegt gerade ein Paraglider. Wollte ich auch mal, ergab sich nicht. Hätte ca. 50 Dollar pP gekostet.


Mal was Besonderes im Hotelrestaurant; Gemüse in Tempurateig! Sushi, auch Kürbissuppe und eine Sojasuppe; ganz viel fand ich in dem orientalischen Spezialitätenrestaurant am Buffet. Sie hatten auch Sushi mit Mango und mit Tofu! Tofu!!!! Irre.


Eine Art Sangria aus Melonen. Glaube ich. Schmeckte super.



Der Cookie hier war möglicherweise nicht vegan. Ich weiß es nicht.






Besuch auf dem Balkon! Lieber Besuch. Ich wünschte, ich hätte Kuchen machen können.




Die dünne Stange zwischen dem Obstspieß und der Passionsfrucht bzw. der Melone: das ist Zuckerrohr! Kann man belecken, kauen, aussaugen. Nicht essen; der Rest ist holzig.


Aufgrund meiner latenten und fast ständigen Übelkeit hatte ich mich auf alkoholfreie Longdrinks eingeschossen. Daran lag es aber nicht. Ich glaube eher, ich hatte die ersten Tage zu wenig Flüssigkeit zu mir genommen. Ich habe unterschätzt, wie viel Flüssigkeit der Mensch in der tropischen Hitze verbraucht. Als ich ganz bewusst viel getrunken habe - Saft mit viel Wasser - wurde es besser mit der Übelkeit.



Verkaufsbuden bis über den Flutsaum hinaus!




Der Schnorcheltrip:






Anschließendes wildes Betanzen unseres Schnorchelausfluges auf dem Hotelkatamaran.





Meine tägliche Dosis Gemüse:


Noch ein Longdrink ohne Alkohol; das ist der Tiger!


Flamingos im Schwesterhotel im Atrium. Sie können übrigens weg fliegen, wenn sie Bock haben. Ist alles offen in den Hotels. Keine Wände. Nur Dächer.


Zum letzten Tag habe ich mein Haustier, die gemeine Reiseratte, mal mit zum Strand genommen.


Kleiner Snack vorm Fliegen:


Adieu wunderschöne Dominikanische Republik! Adieu Paradies!

Das vegane Condormenü, abends und morgens:



Diese winzigen Chilis habe ich dem Mann mitgebracht. Sie sehen unschuldig aus. Sind sie aber nicht. Hölle, ich sage es Euch! Sauscharf.


Als ich heim kam, hatten wir bestellt bei Eat clever. Aber am anderen Tag stand ich wieder am Herd und habe ein Sellerie-Kartoffelpüree gekocht. Dazu knackig angebratenen Räuchertofu und Röstzwiebeln. Da hatte ich Heißhunger drauf. Endlich wieder mein ganzes veganes Zeugs; so kann ich arbeiten!
Weil meine Whity-Kaffeeweißer-Tütchen zur Neige gingen und viele andere Artikel auch, habe ich auch erstmal bei alles-vegetarisch eine große Bestellung aufgegeben.


Heute haben wir die Reste von unserem bestellten Essen aufgewärmt. Ich habe dieses Curry-Süßkartoffel-Gemüse-Zeug ein wenig gepimpt.


Mein von der Dom Rep mitgebrachter Schnupfen ist schon fast wieder Geschichte. Die meiste Wäsche ist schon trocken. Alle Fotos sind bearbeitet und katalogisiert, hunderte.
So langsam schwinge ich mich wieder ein in mein normales Leben.
Schön ist es ja doch, wieder im vertrauten Umfeld zu sein.

Aber diese zwei Wochen im Paradies waren schon eine ganz besondere und schöne Erfahrung. Ich fürchte, ich muss da noch mal hin. Der Mann soll das auch mal sehen und erleben.

Habt Ihr es bis hier hin geschafft? Wow! Besten Dank für Euer Interesse und Eure Geduld!

Ich wünsche Euch eine schöne Vor- /Weihnachtszeit! Haltet Euch warm und bleibt gesund und fröhlich! Bleibt dran und bleibt mir gewogen!

Liebe Grüße
Susi von Blaubehimmelt