Samstag, 31. Oktober 2015

30.10.15 Kürbisreisgericht, ganz ohne Grusel


Ganz ohne Grusel ist nicht ganz richtig, ein wenig habe ich mich gegruselt, als ich entdecken musste, dass mein Kürbisrisotto - welches strenggenommen kein Risotto ist - nicht gar war, als ich es vom Herd zog. Da half nur, es wieder draufzustellen. Dinge geschehen.

Das erste Kürbisreisgericht habe ich mit dem Muskatkürbis gemacht. Vorletzte Woche bekam ich einen 4,5kg schweren Muskatkürbis geschenkt und musste ihn einer Verwendung zuführen.

Der Muskatkürbis muss im Gegensatz zum Hokkaido geschält werden. Das geht aber gut, der Muskatkürbis ist deutlich weicher.
Den kann ich sogar selbst schneiden. Den Hokkaido nicht, nur, wenn er schon in kleinen Stücken liegt. Um ihn dahin zu kriegen, packe ich ihn in einen Beutel und knalle ihn auf der Terrasse mit ordentlich Kawumm und begleitet von wilden, ordinären Flüchen auf den Boden. Meist rufe ich dabei Sachen wie "Nun stirb endlich!" oder "Du elender Sausack, dir zeig ich's!" Danach ist mir warm und der Kürbis kaputt.
Aber zurück von unschönen Flüchen einer Frustrierten und hin zu dem Rezept.

Kürbisreisgericht, für zwei Personen

350g Muskatkürbis
2 EL hocherhitzbares Öl, hier meist Raps- oder Traubenkernöl
1 Dose ganze Tomaten oder Tomatenstücke
1 große Zwiebel
2 Spacebars Hanf von Wheaty, optional
1 Tasse Reis
1 Tasse Gemüsebrühe
ca. 1/2 Packung Soja-, Reis- oder Hafercuisine
Salz, Pfeffer
Chili, Paprikapulver nach Geschmack (hier: heftig)

Kürbis in Spalten schneiden, schälen (bei Hokkaido entfällt das) und in kleine Klötzchen schneiden.
Zwiebel schälen und in Würfel schneiden, die Spacebars in feine Scheiben.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln andünsten. Reis und die Spacebars hinzugeben. Die Dose Tomaten hinzufügen (ohne Dose, versteht sich. Liegt schwer im Magen). Mit Gemüsebrühe auffüllen.
Würzen. Warten, bis das Gericht köchelt. Deckel auflegen, Hitze auf kleine Stufe stellen und die Pfanne bis Ende der Garzeit in Ruhe lassen. Nicht herumrühren oder so. Auch nicht aus Langeweile. Das ist übrigens genau der Punkt, warum mein Reisgericht kein Risotto ist. Denn dort nimmt man a) Risottoreis und b) ist Rühren Programm. Mir ist das zu lästig. Ich bin von Natur aus faul Ich haushalte geschickt mit meinen Ressourcen.

Garzeit: Muskatkürbisgericht: 20 Minuten; Hokkaido: 30 - 35 Minuten. Garprobe machen.

Anschließend noch mal abschmecken und die Pflanzencuisine unterrühren.

Dazu lege ich manchmal etwas Kurzgebratenes, wie hier Tempeh. Und manchmal auch eine Soße; in diesem Fall handelt es sich um eine süßscharfe Mangosoße (Fertigsoße). Chutney passt auch hervorragend.

 Muskatkürbisreisgericht, das Bild habe ich Euch schon im vorigen Posting gezeigt:


Das gleiche Gericht mit Hokkaido.

unten links liegt die scharfe Mangosoße

Weil es den Kürbisreis erst abends spät gab, habe ich uns zum Mittagessen eine Kartoffelsuppe mit Möhren und Kichererbsen gekocht.


Am frühen Abend musste auch noch eine Scheibe Brot mit meinem veganen Eiersalat daran glauben. Obenauf der vegane Caviar (nicht auf dem Bild). Der Eiersalat ist übrigens der Liebling meiner Leser. Der wird am häufigsten aufgerufen.




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