Donnerstag, 6. Juli 2017

06.07.17 Verliebt in Kreta oder fifty shades of blue

Wir dachten, es wird mal Zeit, dass wir beide Griechenland kennenlernen. Ich buchte eine Woche auf Kreta. Wir wohnten in Bali in einem Studio mit Halbpension. Die Woche war äußerst heiß aber grandios. Mein Herz wird auf ewig Spanien gehören und das wird sich niemals ändern, aber Griechenland, besser gesagt Kreta, ist einen heißen Flirt wert.

Strand Elafonisi. Da kommen wir noch zu! 


Blick unterhalb unseres Hotels Ormos Atalia. Das Örtchen heißt Bali und liegt an der Nordküste; zwischen Iraklion und Rethymno:





Zwei der Strände von Bali:



 Unsere Hotelanlage Ormos Atalia:


 Ein Weinrebendach vor unserem Studio:


Blumen über Blumen:





 Blick unterhalb unseres Hotels in Bali:


 Hotelanlage:


 Aussicht von der Pool-Terrasse:


Unten sieht man das Abendessen vom Hotelbuffet, was für mich als vegan durch ging. Nicht sehr äh, vielfältig. Das wäre es übrigens auch nicht als Omni gewesen. Unser Studio sollte laut Buchung eine Küche haben. Gut, vielleicht versteht das Hotel unter einem Kühlschrank, einem Wasserkocher, zwei Gläsern, Tassen sowie zwei Gabeln und Löffeln eine Küche. Wir wissen es nicht. Waren aber enttäuscht. Aus diesem Grund haben wir viel auswärts gegessen.

Der Dame der Rezeption habe ich meinen Zettel auf englisch und griechisch gegeben, was ich essen kann. Leider konnte sie nach Rücksprache mit der Küche nichts für mich tun. Hat mich aber völlig entgeistert gefragt, was ich noch essen kann. Und warum um alles in der Welt ich das tue. Ich würde total schwach und krank werden.



 



Mein Frühstück. Der Kaffee dort war super! Überhaupt hat er mir überall auf Kreta gut geschmeckt. Keine Sojamilch (war nur ein 3*-Hotel), aber gut. Ich habe immer unsere Whity-Tütchen mit; kein Problem. Sojamilch ist schwer erhältlich und kostet 4 Euro, wie ich hörte. Unsere Supermärkte in Bali waren klitzeklein, da gab es sowas ohnehin nicht.


Am nächsten Tag buchten wir einen Ausflug. Mit dem Schiff Santa Maria von Bali nach Rethymno, dort war Aufenthalt zur Stadterkundung und anschließend ging es zurück, mit Badestop an einer schönen Bucht. Ganz großartiger Ausflug!

Der kleine Hafen von Bali:









Ein Bild wert: Der Außenposten der Hafenmeisterei von Rethymno. Vor der Sonne geschützt mit Sonnenschirmen. Bei ungefähr 35 Grad nachvollziehbar. Aber so süß!



 Rethymno:




 Ein Café:


 Aussicht auf eine Moschee vom Restaurant The Lemon Tree Garden aus:


Das Restaurant The Lemon Tree Garden. Es hat gemischte Küche, aber eine Seite für Vegetarier und Veganer. Man höre und staune! Wir fanden es über die App Happy Cow.


Für 11,90 Euro konnten wir zwei vegane Vorspeisen wählen und ein Hauptgericht. Dazu gab es vom Haus Oliven, getrocknete Tomaten, Wasser und Brot. Wir ahnten nicht, wie viel da kommt! Und es war so unheimlich lecker. Wir waren im Olymp.

Unten links liegt 'Fava' mit Zwiebeln; das ist ein Püree ähnlich wie der Hummus, hier nur aus gelben Bohnen.

'Patzarosalato', Rote Beete, Orange, Pfefferminze, Pistazie:


'Melitzanosalata', das ist ein Auberginendip:


'Skordalia', das griechische Knoblauchpüree:


Mein Hauptgericht, 'Imam Baildi'; gebackene Kartoffelscheiben, gefüllte Aubergine, Salat und ein Dip:


Der Mann wählte Veggie-Pasta als Hauptgericht, mit viel Gemüse:
 

Wer soll das alles essen?


Wieder auf dem Schiff:



Wir durften vom Schiff ins Meer springen! Gut, ich habe die Leiter genommen, aber fast alle Passagiere sind fast 3 Meter tief reingesprungen. Das Wasser war wunderbar, klar, kühl, sauber. Ein Genuss.


Ich treibe bevorzugt wie ein Korken auf dem Wasser. Ich muss nichts machen. Das ist meine größte Freude im Wasser. Da brauche ich kein totes Meer. Das geht überall, in jedem Pool.






Wir haben ungeheuer viele Blau- und Türkistöne gesehen in der Woche. Ich wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Meeresfarben gibt.


Abendessen im Hotel:


Unser Pool am Abend:



Am nächsten Tag blieben wir in Bali.


Der Mann hat gesagt, ich würde ständig nur Blumen fotografieren. Stimmt gar nicht. Das Meer habe ich auch andauernd fotografiert. 


Die Taverne mit dem treffenden Namen 'Panorama', unterhalb unseres Hotels.






Das Kellerkind hat ausnahmsweise mal etwas Farbe! Kretas Sonne sei Dank. Jamas! Prost!


Gegrillte Champignons, Auberginenbällchen, Fritten, Skordalia.




Ein kretischer 'Vorgarten'.


Abendessen im Hotel. Gefüllte Tomate, hurra! 


Frühstück:


Orthodoxe Kirche:




Ein Mittagessen in Fruchtform; Smoothies in einer Bar am Hafen in Bali:




Das Innenleben eines weiteren Kirchleins in Bali:













Die Katze Moustache (schwarzweiß) und ihr Kater Karlheinz. Diese wunderschönen Namen haben wir den Streunern nicht gegeben, unsere lieben und hochgeschätzten Zimmernachbarn aus Erfurt waren so frei.
Überall auf Kreta laufen Katzen und Hunde herrenlos herum und versuchen, zu überleben. Sie sind alle viel zu dünn. Sie sind sehr scheu aber fassen schnell Vertrauen, wenn man sich bemüht. Sie sind dankbar für jedes bisschen Zuwendung, etwas Wasser oder Futter.




Die Badebucht Evita in Bali, fünf Minuten von unserem Hotel. Dort gibt es zwei Tavernen.


Die eine heißt 'Karavostasi' wie die vorgelagerte Bucht. Unsere Zimmernachbarn hatten uns diese Taverne sehr ans Herz gelegt.

Hier blicke ich von dort auf die Badebucht, die wir nach dem Essen ausgiebigst frequentiert haben.



Grüner Salat mit Oliven, Oliven, gefüllte Weinblätter und Zucchiniblüten (mit Reis).



Das nannte sich Ratatouille und war auf der Tageskarte. Da musste ich zuschlagen.



Das Karavostasi hat uns nach dem Essen Raki gebracht und einen Teller mit Obst. So sind sie, die gastfreundlichen Kreter.


Das Meer und ich.




Ich höre noch die lauten Geräusche der Zikaden im Ohr. Wenn man sich unterhält, muss man seine Stimme heben. Wirklich wahr.
Hier liegt eine. Ich habe sie zu spät gesehen, sonst hätte ich sie aus dem Hotelpool retten können. Sie lebt leider nicht mehr. Weil sie schwer auszumachen sind und man sie selten sieht, habe ich sie Euch trotzdem mal zeigen wollen. 


Ein weiterer Tag in Bali.
Wieder mit dem Smoothie, dieses Mal ein anderer. Mit Nüsschen vom Haus.


Währenddessen blickten wir auf eine der Badebuchten von Bali.


Abends waren wir erneut im Karavostasi.
Dieses Mal wählten wir Salat, wieder die gefüllten Weinblätter und Zucchiniblüten und eine weiße Bohnensuppe; aus Gigantesbohnen, den riesigen Teilen. Und Nudeln mit Knoblauch und Petersilie, hier ohne Käse.





Nochmal Obstteller, dieses Mal etwas andere Sorten. Melone statt Birne und Apfel. Und wieder Raki.


Abendessen im Hotel. Dieses Mal gab es abends Briam, das ist eine kretische Gemüsepfanne. Da sage ich nicht nein. Schmeckte wirklich gut! Endlich mal was für mich ohne Tier.



Ausflug am darauf folgenden Tag nach Kournas zum Südwassersee, Chania und zum Strand Elafonisi:
Der Veranstalter war Spiridon. Rückblickend muss ich sagen, dass das vermutlich der schönste Ausflug meines Lebens war. Er hat nur 30 Euro gekostet. Hinzu kommt natürlich Verpflegung etc.

Kournas, Süßwassersee. Wir durften schwimmen und / oder Bootfahren:






Da fiel dem Mann gerade auf, dass sich Gänse seinem Kleidungshäufchen nähern. Ich glaube, er befürchtete Schlimmes. Ist aber nichts passiert.


Besuch der Stadt Chania. Über Happy Cow fand der Mann ein vegetarisches Bio-Restaurant, Slow Food, mit veganen Optionen; aber er hat mir nicht mitgeteilt, dass es früh am Morgen noch geschlossen hatte und erst Mittags öffnet. Ich war so enttäuscht! Es heißt To Stachi. Also wenn Ihr mal dahin kommt - es liegt nicht weit vom Hafen - denkt an mich.



So blieb uns nur ein kleines Minifrühstück in einem der hübschen Cafe´s am Hafen von Chania.
Frisch gepresster O-Saft, Kaffee, Toast mit Marmelade kostete nur 5 Euro. Butter und Honig haben wir liegengelassen, waren geschlossene Döschen.



Chania finde ich sehr charmant. Ich wünschte, wir hätten noch viel mehr Zeit gehabt, um die wunderschöne Altstadt zu erkunden.







Und nun das Highlight von Kreta, zumindest für mich. Elafonisi, ganz im Westen. Der Strand ist weiß und rosa. Das liegt an winzigen, zerriebenen, rosa Muschelschalen.
Ich habe wohl kaum je etwas Schöneres in der Natur gesehen. Der Anblick des Strandes war für mich so unglaublich schön, dass ich einen Kloß im Hals hatte. Ich war tief bewegt.
Deswegen kommen jetzt auch ganz viele Bilder. Ich wollte auf keines verzichten.








Erkennt Ihr die kleinen rosa Punkte?







Am anderen Tag fand ein von TUI organisierter Ausflug statt; er nannte sich: Ausflug ohne Titel; weil sehr viele Stationen und ein großes Gebiet durchfahren wurden. Man konnte sich da wohl nicht auf einen Namen einigen.


 Ein kretischer Salat ohne Feta mit speziell geräuchertem Brot. Die Taverne hieß 'Kastanofolia', der Ort Elos; ein kleines Dorf.






Frangokastello




Mönchspfeffer:











 





Die Klosteranlage Previli:













Thymian:



Das libysche Meer im Süden Kretas; es ist etwas frischer als das Meer (kretisches Meer) vor Bali:




Ein Bartgeier im Blaubehimmelt-Universum:


 Früh am anderen Morgen mussten auch wir in die Lüfte; leider:


Ich hatte uns vor dem Urlaub ein veganes Gericht für den Rückflug bestellt. Es gab ein Couscous Masala. Es hat uns sehr gut geschmeckt - es war allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, morgens gegen 9.00 Uhr etwas Warmes, Orientalisches zu essen. Mein Appetit war verhalten, anfangs. Aber der Hunger kommt beim Essen. Jedenfalls war ich TUI für ein veganes Gericht dankbar. 8,90 Euro.



Schon vorbei, der kleine Urlaub. Ihr habt ganz viele Bilder von Blumen, vom Meer, von unseren veganen Überlebenskünsten gesehen, ich danke Euch herzlich für Euer Interesse und Eure Geduld.
Ich freue mich, falls einer von Euch ebenfalls mal vegan in Kreta war und vielleicht noch einen guten Hinweis hat, denn wir möchten dort wieder hin.

Liebe Grüße und weiterhin einen schönen Sommer! Bleibt geschmeidig und fallt nicht vom Fleisch - ich hörte, Veganer würden mit ihrer Gesundheit spielen! :-)

Da lache ich doch! Und tanze wie Alexis Sorbas!



Kommentare:

  1. Hallo Susi,
    vielen Dank für deinen schön bebilderten, interessanten Bericht. Deine Reiseberichte sind immer besonders wertvoll, denn vegan im Auslandurlaub ist noch immer ein Abenteuer. Man überlegt sich zweimal, ob man wo urlauben möchte/kann oder nicht. Liebe Grüße Heike

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    1. Vielen Dank Heike! Lieb von Dir!
      Mittlerweile schrecke ich vor keinem Reiseziel mehr zurück, irgendwas geht immer. Ein paar wesentliche und wichtige Lebensmittel kann man meist mitnehmen im Koffer, sowas wie Kaffeeweißer, Brotaufstrich in Dosen etc.
      Ein paar Abstriche an Originalität und Vielfalt müssen wir schon machen, daheim ist eben alles einfacher und wir haben alle Möglichkeiten. Aber wir kommen durch und das eine oder andere Mal finden wir ein nettes Lokal mit tollen Sachen, ein Kleinod. Immer wieder schön! Happy Cow sei Dank! Hauptsache, ich sehe andere Orte und Menschen und habe Wasser oder Berge. Das ist uns das Wichtigste. Essen wird dann eben zur Nebensache. Daheim holen wir alles nach.

      Liebe Grüße und fröhliches Reisen
      Susi

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